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Vielfalt, Demokratie und Inspiration

Bildungstage

Bildungstage in München

Am 30. Jänner  sowie 31. Jänner 2016 fanden die Bildungstage in München (Bayern) statt. Eine Messe der besonderen Art. Es wurden verschiedenste pädagogische Richtungen präsentiert und man konnte sich an den Infoständen über die einzelnen Lernorte informieren sowie Infomaterial und Bücher bekommen. Hier eine kleine Auswahl der einzelnen Bereiche, die vorgestellt wurden:

Die Vielfalt der einzelnen Präsentationen war beeindruckend und man konnte viele Eindrücke bekommen, wie ein richtiger Lernort auszusehen hat. Wer einen Lernort gestalten möchte, braucht unbedingt eine Vielfalt, die dem  inneren Entwicklungsplan eines jeden Kindes gerecht wird.

Beeindruckend waren dabei auch die Vorträge von Arno und André Stern. Arno Stern, der Gründer des Malorts, unterstrich die Bedeutung des Malspiels für die Entwicklung von Kindern. Sein Sohn André Stern, der nie in der Schule war, erklärte den Zuhörern, wie Lernen funktioniert und dass die Begeisterung ein wesentlicher Punkt für das Lernen ist. Er stellte auch die neuesten Erkenntnisse der Hirnforschung vor und betonte, wie wichtig die innere Haltung zu den Kindern ist.

Sudbury

Sudbury-Schule Ammersee

Am 15. Februar 2016 fand in der Sudbury-Schule Ammersee (Bayern) ein Infoabend über das Konzept Subury statt. Dort wurden das Schulleben sowie die einzelnen Elemente, wie die Schulversammlung, das Justizkomitee und die Rolle der Mitarbeiter vorgestellt. Es wurden dort auch die einzelnen Lernprozesse eines Kindes genauer erklärt. Wir müssen vor allem den versteckten Lernprozessen mehr Raum geben. Somit erlangt auch das Schlafen sowie das „Nichtstun“ eine neue Bedeutung für den Lernprozess. Denn Kinder brauchen auch Zeit um die vielen äußerlichen Eindrücke innerlich zu verarbeiten. Ein verträumtes Kind erweckt in uns Erwachsenen den Anschein, dass es nichts tun würde und gerade seine Zeit verschwende. Aber genau in diesen Momenten ist das Gehirn des Kindes sehr aktiv und verarbeitet viele Informationen. Diesem Prozess muss unbedingt mehr Raum gegeben werden.

Für mehr Informationen zum Sudbury-Modell klicken Sie bitte hier.

Montessori

Materialvorstellung in der Montessori-Schule-Rohrdorf

Am 16. Februar 2016 fand in der Montessori-Schule-Rohrdorf (Bayern) ein Abend statt, wo die einzelnen Sinnesmaterialien sowie der Umgang mit dem jeweiligen Material in der Vorbereiten Umgebung gezeigt wurden. Vor allem die Bedeutung der einzelnen Sinne kam hier zum Vorschein. Durch dieses Material werden abstrakte Begriffe konkret dargestellt, sodass die Lernprozesse sichtbar werden. Durch die Arbeit mit dem Material werden auch sehr viele soziale Interaktionen gelebt. Denn das jeweilige Material ist nur einmal vorhanden. Da heißt es schon mal sich abzusprechen, abzuwarten, zu planen, wann, wo, wie lange und mit wem ich mit diesem Material arbeiten kann. Ganz wichtig dabei ist auch die Selbstkontrolle durch das Material. Denn wenn ein Fehler auftritt hat das Kind die Möglichkeit diesen selbst auszubessern und hat somit einen nachhaltigeren Lerneffekt, als wie wenn ein/e Leher/in den Fehler mit „Rotstift“ korrigieren würde.

Volksschule Marienberg: Lernort mit besonderer Vielfalt

Marienberg

Auf der Suche nach Lernkulturen 3.0 kam ich am 15. Januar 2016 nach Bregenz um mir dort den Tag der offenen Tür der Volksschule Marienberg anzusehen.

Eine besondere Vielfalt prägt das Konzept dieses Lernortes

Ich bin durch die Vielfalt an Konzepten, die in diesem Lernort gelebt werden, besonders beeindruckt worden. Dort gibt es nicht nur ein Konzept, an das sich alle Kinder anpassen sollen, sondern mehrer Konzepte, die jedem Kind die Möglichkeit geben sich nach ihrem eigenen Entwicklungsplan zu entfalten. Dabei habe ich 5 reformpädagogische Konzepte kennen lernen dürfen.


Jenaplan Pädagogik

„Jeder Mensch ist wertvoll, er sollte in seiner Eigenart angenommen werden und sich akzeptiert fühlen!“

Bsp.: In diesem Lernort lernen die Kinder in altersgemischten Gruppen.

Freinetpädagogik

„Den Kindern das Wort geben!“

Bsp.: In diesem Lernort finden im Klassenrat demokratische Abstimmungen über Entscheidungen statt und die Kinder können durch die Verteilung von Ämtern lernen Verantwortung zu übernehmen.

Pestalozzi Pädagogik

„Lernen mit Kopf, Herz und Hand“

Bsp.: Bei der Raumgestaltung werden die Kinder aktiv miteinbezogen. So können die Kinder ihre eigene Lernumgebung gemeinsam mit den LernbegleiterInnen gestalten.

Montessori Pädagogik

„Hilf mir es selbst zu tun!“

Bsp.: Durch die vorbereitete Umgebung wird ein Lern- und Erfahrungsraum geschaffen, in dem die Kinder viel Selbstständigkeit erlangen können.

Marchtalerplan

Bsp.: Durch den Marchtalerplan wird eine ganzheitlich personale sowie soziale Erziehung erzielt.

Durch die Kombination der einzelnen Konzepte entsteht für die Kinder eine Umgebung, die es ihnen ermöglicht sich nach ihrem eigenen Entwicklungsplan zu entfalten.

Großer Außenbereich mit einem eigenen Schulgarten

Eine weitere Besonderheit ist der große Außenbereich, wo sich die Kinder frei in der Natur bewegen können und gemeinsam viele neue Erfahrungen und Entdeckungen machen können. Auch die Arbeit im eigenen Schulgarten darf nicht zu kurz kommen. Die dort angepflanzten Obst- und Gemüsearten werden von den Kindern gepflegt und gemeinsam geerntet sowie verarbeitet.

Das Leben an diesem Lernort

Um mehr über den Alltag an diesem Lernort zu erfahren bitte den Film über diese Volksschule der besonderen Art dazu ansehen und die Eindrücke vom Leben dort genießen.

Bilder sagen mehr als 1000 Worte

Damit ihr einen guten Einblick in diesen Lernort und eine Vorstellung von einer Vorbereiteten Umgebung und den anderen Elementen bekommt haben wir von den Lernkulturen 3.0 eine Fotogalerie erstellt. Lasst euch inspirieren von diesem Lernort und genießt die Bilder.

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Vielfalt an einem Lernort

Rainbow Colours

Damit ein Lernort auf die Bedürfnisse und das Wesen der Kinder eingehen kann und somit die Persönlichkeit und die Potentiale dieser entfaltet werden, braucht es eine Vielfalt an pädagogischen Richtungen.

Bei den Besuchen verschiedenster Lernorte haben wir von den Lernkulturen 3.0 viele pädagogische Konzepte kennengelernt, die wunderbar zusammen harmonieren und somit eine für jedes Kind passende Lernatmosphäre schaffen.

In den folgenden Links werden pädagogische Konzepte vorgestellt, die in einen Lernort vereint werden könnten:

Durch die Vereinigung verschiedener pädagogischen Richtungen wird eine Lernatmosphäre geschaffen, in der die Kinder mit ihrer Neugier, ihrem Forscher- und Entdeckerdrang sowie ihren Fähigkeiten und Begabungen die Welt verstehen, daran wachsen und sich selbst – zusammen mit ihrem sozialen Umfeld – zu eigenständigen Persönlichkeiten entwickeln.