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Es ist Zeit für das Ganze: Schule, eine Hoffnung für uns alle!

Eine problematische Weltlage, eine Gesellschaft, die sich ständig – in rasantem Tempo – verändert, bewirken, dass die Kinder und Jugendlichen von heute unter völlig neuen Rahmenbedingungen aufwachsen. Dies verlangt nach neuen Antworten, nach neuen Lösungen. Der Bereich Bildung – Schule ist auch gefordert!
Dieses Buch soll Wege und Perspektiven in der Bildung und deren Umsetzungsmöglichkeiten an Schulen aufzeigen, die diesem Wandel gerecht werden, soll zum Reflektieren anregen, soll aber vor allem Mut machen, alte Pfade wirklich zu verlassen.

Ein Reiseführer in die pädagogische Zukunft!

Zum Bestellen klicken Sie einfach hier.

Schule im Aufbruch – Tag im Mostviertel

Am 17. Februar 2018 fand im Mostviertel (Niederösterreich) ein Schule im Aufbruch – Tag statt. Wir von den Lernkulturen 3.0 waren ebenfalls dabei und haben uns von den Ideen inspirieren lassen. Der Tag begann mit einem Vortrag von Margret Rasfeld, in dem sie die Kernaufgaben von Schule wie folgt darstellte:

  • Lernen, sinnvolles Wissen zu erwerben.
  • Lernen, zu handeln.
  • Lernen, gemeinsam zu leben.
  • Lernen, zu sein.

Sie stellte auch die Global Goals vor und wie man diese im Schulalltag umsetzen kann.

Dabei wurde eine beeindruckende Rede eines Mädchens gezeigt, das sich für die Probleme der Welt einsetzt. Das Mädchen gehört zu einer Gruppe von 12 bis 13 jährigen Kindern, die sich für eine bessere Welt stark machen.

Nehmen wir diese Kinder als Vorbilder und versuchen damit unsere Kinder zu inspirieren, sich für eine bessere Welt einzusetzen.

Nach dem tollen Vortag von Margret Rasfeld wurden Workshops zu verschiedenen Themen rund um Schule gehalten. Wir von den Lernkulturen 3.0 haben uns dabei mit dem Konzept der NMS-Altmüster (Oberösterreich) auseinander gesetzt.

Am Nachmittag hielt Ali Malodji, Gründer von Whatchado und Whatchaskool sowie EU-Jugendbotschafter einen bezaubernden Vortrag über die Welt der Jugendlichen und worauf es im Leben wirklich ankommt. (Um mehr zu erfahren einfach die Links anklicken!!!)

 

„Teaching Thinking“ – Denken macht den Menschen!

Teaching Thinking

Eine der Voraussetzungen für eine gelingende Lernkultur 3.0 sind kulturelle Maßnahmen, die ALLE in Schulen, an Lernorten, in der Gesellschaft, am Leben, beteiligen. Dazu braucht es demokratische Strukturen, die es allen erlauben, an einem Meinungs- oder Entscheidungsprozess teilzunehmen.

Das Buch „Teaching Thinking“ von Robert Fisher gibt uns diese Werkzeuge in die Hand. Durch den philosophischen Zugang wird das kritische Denken angeregt sowie moralische und soziale Werte für einen gemeinsamen Gesellschaftsvertrag gefördert. An jedem Lernort lässt sich durch das philosophische Gespräch eine Atmosphäre der gegenseitigen Anerkennung, Wertschätzung und Teilhabe erschaffen.

„Teaching Thinking“ heißt:

  • Neugierig sein
  • Behilflich sein
  • Kritisch sein
  • Kreativ sein
  • Fürsorglich sein

Wenn das nicht wunderbare Bedingungen für Lernkulturen 3.0 sind!

Hier gibt es einen kurzen Beitrag (auf Englisch) darüber, warum „Denken können“ essentiell für gemeinschaftliche Gesellschaft ist.

Was heißt Lernen?

lernen

  • Lernen ist persönlich. Jeder Mensch hat seine eigene Art und Weise, wie er lernt. Die Berücksichtigung verschiedener Lerntypen und verschiedener Lerntempi ist wichtig.
  • Lernen ist lösungs- und ressourcenorientiert. Die Sichtweise des Lernens im kognitiven wie im sozialen Bereich soll auf Lösungen auf Ressourcen gerichtet sein. Was gelingt, wird hervorgehoben. Gelungenes ist Hinweis auf sinnvolle Lernstrategien und weitere Lernerfolge. Dies ist sehr motivierend.
  • Lernen ist aktives Tun. Selber tun, selber erklären, selber Ideen entwickeln, selber Lösungen finden, selber Notizen machen und Erklärungen sind Aktivitäten, welche nachhaltiges Lernen fördern.
  • Lernen muss bedeutsam sein. Lernen auf Vorrat ist nur noch beschränkt nützlich. Lernangebote sollen für Kinder mehrheitlich schon jetzt einen Sinn ergeben und für sie momentan von Nutzen sein.
  • Lernen ist langsam. Sehr viele Lernprozesse brauchen viel Zeit. Kindern muss diese Zeit gelassen werden.
  • Lernen ist sprunghaft. Oftmals verlaufen Lernprozesse nicht linear. Viele Lernprozesse brauchen Verdauung. Dies ist oft nicht sichtbar, kommt dann aber plötzlich zum Vorschein.
  • Lernen geschieht mit anderen Menschen. Der Austausch mit andern, Kommunikation und Konfliktbewältigung auf konstruktive Weise sind wesentliche Elemente des Lernens.
  • Lernen soll nachhaltig sein. Wenn Lernen viele dieser Leitsätze erfüllt, wird es nachhaltige Wirkung haben.
  • Lernen ist Erkennen und Gebrauchen von Lernstrategien. Regelmäßiges Nachdenken über Lernstrategien fördert die Fähigkeit immer wieder neu erfolgreich zu lernen.
  • Lernen geschieht auch aus Fehlern. Fehler sind nützliche Hinweise auf weitere Lernfelder. Darum sind Fehler nützlich. Mit Fehlern kann konstruktiv umgegangen werden.

(Quelle: Laborschule Bielefeld)

Unterschied zwischen Lernen und Ausführen

An unseren Schulen ist noch immer das Ausführen von vorgegebenen Themen in „Mode“. Der / die LehrerIn kommt in die Klasse und stellt ein Thema vor, das für die Schülerinnen weder bedeutsam noch sinnvoll erscheint. In diesem Fall ist der / die SchülerIn in einer ausführenden Rolle. Er / Sie tut das, was ihm/ ihr vorgegeben wird. (=Pflichterfüller). Alle machen zur selben Zeit, im selben Raum das selbe Thema.

Beschäftigt sich der / die einzelne SchülerIn mit einer Aufgabe, die für ihn/ sie gerade in diesem Moment eine Bedeutung hat, egal ob alleine oder in einer Gruppe, dann ist er/sie in der Roller des/der Gestalterin. (Das Kind lernt, was für es und sein Leben wichtig ist.)

Wenn wir von Lernen sprechen, dann braucht es dafür jene bestimmte Bedingungen, welche oben beschrieben wurden. Wenn das Kind diese Bedingungen nicht erhält, dann sprechen wir nur von bloßem Ausführen von Themen, was für das Kind nicht nachhaltig ist und weitgehend zu Frust führt. Aus diesem Grund erscheinen uns die Kinder schwierig.

„Ist ein Eiswürfel, der unter der Wärme der Sonne schmilzt schwierig oder hat er einfach die falschen Bedingungen?“

Denkt über diese Aussage nach und übertragt sie auf eure Kinder.

Deshalb sind wir in der Verantwortung Bedingungen zu schaffen, damit ein Kind lernen kann.