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Bildungstag in der Schweiz

Wir von den Lernkulturen 3.0 sind am 07. April 2018 in die Schweiz nach St. Gallen gefahren und haben dort am Bildungstag „Mutig Neue Wege Gehen“ teilgenommen. Um euch einen Einblick zu verschaffen, fassen wir kurz diesen Tag zusammen.

Der Initiator und Organisator Philipp Hostettler gab zum Beginn einen Überblick über den Tagesablauf und erklärte durch seine Erfahrungen, wie Bildung gelingen kann.

„Denn Bildung beginnt dort, wo Beschulung aufhört“.

Für eine gelingende Entwicklung eines Kindes ist eine Umgebung erforderlich, in der es keine Klassen, keine Noten, keine Hausübungen, keine Anweisungen sowie keine Stundenpläne gibt, die das Kind in seiner natürlichen Entwicklung hindern.

Wie dies in der Praxis umgesetzt wird, zeigen zahlreiche tolle Lernorte in der Schweiz.

An diesem Tag wurden die Konzepte der folgenden Lernorte von jeweiligen Projektleiterinnen in einer Präsentation vorgestellt:

Ebenso war ein großes Thema das Freie Lernen, wo Kinder zu Hause nach ihrem eigenen Entwicklungstempo lernen können.

Dieses Projekt wurde von Jacqueline Bruckmüller, eine Mutter einer 9-jährigen Freilerner-Tochter, in einem Vortrag vorgestellt.

Nach der Möglichkeit sich spontane Projektvorstellungen anzuhören, kam der Höhepunkt des Tages:

8 junge Erwachsene, die einen freien Bildungsweg erleben durften, standen auf der Bühne und erzählten von ihren Erfahrungen und ihren Erlebnissen.

Es war einfach einzigartig diese jungen Erwachsenen zu erleben und um zu sehen, wie sich Menschen ohne Beschulung entwickeln. Diese Kinder, welche so aufgewachsen sind, verfügen über eine ausgereifte Persönlichkeit,  übertragende Sozialkompetenz sowie über großartiges Wissen über die Welt. Die Kinder sind somit perfekt  fürs Leben vorbereitet.

Wir von den Lernkulturen 3.0 sehen in unserer Praxis die Unterschiede zwischen Kinder, die beschult werden und Kindern, die eine freie Bildung erleben. Der Unterschied ist sehr, sehr groß.
Kinder, die eine freie Bildung erhalten sind viel offener, interessierte, motivierter, ideenreicher, usw…, als wie Kinder, die beschult werden. Außerdem spürt man bei den Freilernern, wie viel Freude das Lernen und Entdecken der Welt macht.

Es gibt in der Schweiz zahlreiche Lernorte, die Kindern eine Möglichkeit der Potentialentfaltung geben, wo sich Kinder nach ihrem eigenen inneren Entwicklungsplan entfalten und die Kindern die Welt mit ihren eigenen Erfahrungen erschließen können.

Neben den bereits oben genannten Lernorten, möchten wir euch noch weitere Lernorte vorstellen, die in der Schweiz den Kindern eine Umgebung geben, in der sie sich entfalten können:

Ein Projekt, das sich hingegen noch in Planung befindet, ist Läbe Lärne Lache.

Schaut euch die einzelnen Lernorte an und lasst euch inspirieren, Kindern einen Ort zu geben, wo sie eine glückliche Kindheit verbringen können.

 

 

Schule-im-Aufbruch-Tag in Salzburg

Am 10. März 2018 fand in Salzburg ein Schule-im-Aufbruch-Tag statt. Wir von den Lernkulturen 3.0 waren auch dabei und möchten mit euch die Erlebnisse teilen.

Zu Beginn wurden wir feierlich mit Liedern vom Chor der NMS Liefering begrüßt. Anschließend wurden Beispiele für Schule im Aufbruch in Österreich präsentiert.

Der Höhepunkt dieses Tages war die Präsentation von zwei Mädchen im Alter von 13 Jahren, die aus Berlin angereist waren. Die beiden gehen in die Evangelische Schule Berlin Zentrum und brachten uns ihr Schulkonzept nahe.

In dieser Schule gibt es das Schulfach Herausforderung, in dem die Jugendlichen in den Jahrgängen 8, 9,  und 10 die Schule verlassen und sich eine selbstgewählte Herausforderung suchen. Dabei sind sie mit dem Fahrrad, dem Kanu oder zu Fuß unterwegs, um die Welt außerhalb Berlins zu erkunden. Jedes Kind hat für den Zeitraum von ca. drei Wochen 150,- Euro zur Verfügung. Dabei lernen sie Mut zu beweisen, eigene Grenzen kennen zu lernen, zusammenzuhalten, im Team zu handeln, eigene Ziele zu entwickeln, zu scheitern und trotzdem weiterzumachen.

Wir waren von den Kindern, die uns ihre Erfahrungen berichteten, voll begeistert !!!!!

Verantwortung ist ein weiteres Schulfach, das es in dieser Schule gibt. Dabei gehen die Kinder und Jugendlichen in Kindergärten, Schulen, soziale Einrichtungen, usw… und übernehmen dort Verantwortung, indem sie mit den Menschen dort in Kontakt treten, mit ihnen Aktivitäten machen, ihnen etwas beibringen, usw…..

Inspiriert von diesen beiden Fächern wurde die NMS Seitenstetten. Diese Schule hat die Projekte Verantwortung und Herausforderung in ihrer Schule umgesetzt. An diesem Tag waren auch zweit junge Jungs im Alter von ca. 13 Jahren von dieser Schule anwesend und haben von ihren Erfahrungen mit dem Projekt Verantwortung berichtet. Sie haben dies in einem  Altenwohnheim umgesetzt.

Wir von den Lernkulturen 3.0 haben uns am Vormittag mit den Kindern aus der NMS Seitenstetten unterhalten und am Nachmittag haben wir mit den zwei Mädchen aus Berlin gesprochen.

Es war echt eine super Erfahrung für uns !!!!!!!!!

Mehr über die Evangelische Schule Berlin Zentrum gibt es hier.

Mehr über das Schulkonzept von der NMS Seitenstetten gibt es hier.

 

Wege in eine neue Kultur des Lernens

Am 28. Februar 2018 fand in Tirol ein Vernetzungstreffen unter LehrerInnen mit dem Pädagogischen Beratungszentrum statt. Die Themen wurden in der Volksschule Kirchdorf, einer neugebauten und architektonisch faszinierenden Schule besprochen.

Wir von den Lernkulturen 3.0 möchten die wichtigsten Sichtweisen hier zusammenfassen:

  • Es soll ein Wechsel von der Stoff- und Input-Orientierung zu einer Kind-Orientierung stattfinden. D.h. Man soll sich überlegen, was Kinder überhaupt brauchen.
  • Die LehrerInnen sollen sich an den Ressourcen und Kompetenzen der Kinder orientieren und damit arbeiten.
  • Es gibt an unseren Schulen immer noch zu viele „nur Beschäftigungsaufgaben“
  • Die LehrerInnen sollen sich mehr überlegen, ob das Kind die Aufgaben überhaupt braucht, ob das sinnvoll ist, was die Kinder machen. Bzw. ob die Aufgabe überflüssig ist.
  • Ebenso soll man sich bei Hausübungen überlegen, ob diese Aufgaben wirklich etwas für die Kinder bringen.
  • Es braucht mehr handelnde SchülerInnen. Die Kinder sollen aktiver werden und die LehrerInnen passiver.
  • Ein großes Stichwort ist die „Ermöglichungsdidaktik„. D.h. Die LehrerInnen sollen den Kindern Situationen und Räume ermöglichen, in denen Kinder ihre eigenen Erfahrungen machen können.
  • und noch vieles mehr……………..

Lasst diese Ideen auf euch wirken, denkt darüber nach und versucht diese Einstellung in euren Schulen und Kindergärten einfließen zu lassen.

Gebt uns auch eine Rückmeldung, wie ihr diese Themen seht !!!!!!!!! Über unser Kontaktformular.

 

 

Es ist Zeit für das Ganze: Schule, eine Hoffnung für uns alle!

Eine problematische Weltlage, eine Gesellschaft, die sich ständig – in rasantem Tempo – verändert, bewirken, dass die Kinder und Jugendlichen von heute unter völlig neuen Rahmenbedingungen aufwachsen. Dies verlangt nach neuen Antworten, nach neuen Lösungen. Der Bereich Bildung – Schule ist auch gefordert!
Dieses Buch soll Wege und Perspektiven in der Bildung und deren Umsetzungsmöglichkeiten an Schulen aufzeigen, die diesem Wandel gerecht werden, soll zum Reflektieren anregen, soll aber vor allem Mut machen, alte Pfade wirklich zu verlassen.

Ein Reiseführer in die pädagogische Zukunft!

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Schule im Aufbruch – Tag im Mostviertel

Am 17. Februar 2018 fand im Mostviertel (Niederösterreich) ein Schule im Aufbruch – Tag statt. Wir von den Lernkulturen 3.0 waren ebenfalls dabei und haben uns von den Ideen inspirieren lassen. Der Tag begann mit einem Vortrag von Margret Rasfeld, in dem sie die Kernaufgaben von Schule wie folgt darstellte:

  • Lernen, sinnvolles Wissen zu erwerben.
  • Lernen, zu handeln.
  • Lernen, gemeinsam zu leben.
  • Lernen, zu sein.

Sie stellte auch die Global Goals vor und wie man diese im Schulalltag umsetzen kann.

Dabei wurde eine beeindruckende Rede eines Mädchens gezeigt, das sich für die Probleme der Welt einsetzt. Das Mädchen gehört zu einer Gruppe von 12 bis 13 jährigen Kindern, die sich für eine bessere Welt stark machen.

Nehmen wir diese Kinder als Vorbilder und versuchen damit unsere Kinder zu inspirieren, sich für eine bessere Welt einzusetzen.

Nach dem tollen Vortag von Margret Rasfeld wurden Workshops zu verschiedenen Themen rund um Schule gehalten. Wir von den Lernkulturen 3.0 haben uns dabei mit dem Konzept der NMS-Altmüster (Oberösterreich) auseinander gesetzt.

Am Nachmittag hielt Ali Malodji, Gründer von Whatchado und Whatchaskool sowie EU-Jugendbotschafter einen bezaubernden Vortrag über die Welt der Jugendlichen und worauf es im Leben wirklich ankommt. (Um mehr zu erfahren einfach die Links anklicken!!!)