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Lernort: Montessori-Schule-Rohrdorf

Montessori

Auf der Suche nach Lernkulturen 3.0 habe ich am 20. Februar 2016 den Tag des offenen Klassenzimmers an der Montessori-Schule-Rohrdorf in Bayern besucht.

Lernen mit Begeisterung

Zu Beginn des Tages wurden wir sehr freundlich von der Schulleitung begrüßt und uns wurde der Ablauf des Vormittages präsentiert. Wir wurden danach eingeladen, in die Klassenzimmer zu gehen, um dort beim Lernen der Kinder dabei zu sein. Die Kinder haben sich einzelne Stationen aufgebaut und gemäß ihrem inneren Entwicklungsplans Materialen geholt und mit diesen dann gearbeitet. Jedes Kind widmete sich jener Sache, für die es eine Bedeutung und einen Sinn empfand. Die Themen reichten von Deutsch über Mathematik, Englisch bis hin zur Kosmischen Erziehung. Satzanalyse in Deutsch oder in Englisch, Geometrie, Tierwelt in Südamerika, Schreibübungen, Zeichnen und viele weitere Tätigkeiten waren zu beobachten. Sowohl die Begeisterung als auch das Leuchten der Augen waren den Kindern ins Gesicht geschrieben. Man merkte sofort, dass diese Kinder das Lernen lieben und mit Freude – nach ihrem eigenen Entwicklungsplan – ihre Persönlichkeit entfalten.

Vorbereitete Umgebung

Die Räume wurden individuell mit den Kindern sowie den Eltern und LehrerInnen gemeinsam gestaltet. Alle Räume enthalten eine Menge an Sinnesmaterialien, die dem inneren Entwicklungsplan der Kinder angepasst sind. Die Kinder können sich nach Interesse jene Materialien holen, die für sie im Moment eine Bedeutung haben. Sie wählen auch selbst wann, wo, wie lange und mit wem sie mit diesem Material spielen möchten. Die LehrerInnen sind dafür da die Umgebung so zu gestalten, dass sie den Bedürfnissen der Kinder entspricht und zeigen den Kindern in Form verschiedenster Darbietungen die Materialien und den Umgang damit. Wenn die Darbietung erfolgt ist, beschäftigen sich die Kinder selbst mit den Materialien und erforschen und entdecken die Welt von alleine. Können aber jederzeit die LehrerInnen um Hilfe bitten.

 Monteprimo

Für Kinder, die bisher einen herkömmlichen Kindergarten besuchten, gibt es die Möglichkeit in der  Monteprimo zu schnuppern und so auch in Kontakt mit der Pädagogik von Maria Montessori zu kommen. Hier können die Kinder mit den Sinnesmaterialien spielen, mit zukünftigen MitschülerInnen und LehrerInnen in Kontakt treten sowie bei Darbietungen zuschauen. Damit kann sich das Kind bereits eingewöhnen und für die Eltern ist diese Art von Vorschule ein guter Einblick, ob dies die Richtige Schulform für ihr Kind ist.

Bilder sagen mehr als 1000 Worte

Damit ihr einen guten Einblick in diesen Lernort und eine Vorstellung von einer Vorbereiteten Umgebung und den anderen Elementen bekommt haben wir von den Lernkulturen 3.0 eine Fotogalerie erstellt. Lasst euch inspirieren von diesem Lernort und genießt die Bilder.

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Vielfalt, Demokratie und Inspiration

Bildungstage

Bildungstage in München

Am 30. Jänner  sowie 31. Jänner 2016 fanden die Bildungstage in München (Bayern) statt. Eine Messe der besonderen Art. Es wurden verschiedenste pädagogische Richtungen präsentiert und man konnte sich an den Infoständen über die einzelnen Lernorte informieren sowie Infomaterial und Bücher bekommen. Hier eine kleine Auswahl der einzelnen Bereiche, die vorgestellt wurden:

Die Vielfalt der einzelnen Präsentationen war beeindruckend und man konnte viele Eindrücke bekommen, wie ein richtiger Lernort auszusehen hat. Wer einen Lernort gestalten möchte, braucht unbedingt eine Vielfalt, die dem  inneren Entwicklungsplan eines jeden Kindes gerecht wird.

Beeindruckend waren dabei auch die Vorträge von Arno und André Stern. Arno Stern, der Gründer des Malorts, unterstrich die Bedeutung des Malspiels für die Entwicklung von Kindern. Sein Sohn André Stern, der nie in der Schule war, erklärte den Zuhörern, wie Lernen funktioniert und dass die Begeisterung ein wesentlicher Punkt für das Lernen ist. Er stellte auch die neuesten Erkenntnisse der Hirnforschung vor und betonte, wie wichtig die innere Haltung zu den Kindern ist.

Sudbury

Sudbury-Schule Ammersee

Am 15. Februar 2016 fand in der Sudbury-Schule Ammersee (Bayern) ein Infoabend über das Konzept Subury statt. Dort wurden das Schulleben sowie die einzelnen Elemente, wie die Schulversammlung, das Justizkomitee und die Rolle der Mitarbeiter vorgestellt. Es wurden dort auch die einzelnen Lernprozesse eines Kindes genauer erklärt. Wir müssen vor allem den versteckten Lernprozessen mehr Raum geben. Somit erlangt auch das Schlafen sowie das „Nichtstun“ eine neue Bedeutung für den Lernprozess. Denn Kinder brauchen auch Zeit um die vielen äußerlichen Eindrücke innerlich zu verarbeiten. Ein verträumtes Kind erweckt in uns Erwachsenen den Anschein, dass es nichts tun würde und gerade seine Zeit verschwende. Aber genau in diesen Momenten ist das Gehirn des Kindes sehr aktiv und verarbeitet viele Informationen. Diesem Prozess muss unbedingt mehr Raum gegeben werden.

Für mehr Informationen zum Sudbury-Modell klicken Sie bitte hier.

Montessori

Materialvorstellung in der Montessori-Schule-Rohrdorf

Am 16. Februar 2016 fand in der Montessori-Schule-Rohrdorf (Bayern) ein Abend statt, wo die einzelnen Sinnesmaterialien sowie der Umgang mit dem jeweiligen Material in der Vorbereiten Umgebung gezeigt wurden. Vor allem die Bedeutung der einzelnen Sinne kam hier zum Vorschein. Durch dieses Material werden abstrakte Begriffe konkret dargestellt, sodass die Lernprozesse sichtbar werden. Durch die Arbeit mit dem Material werden auch sehr viele soziale Interaktionen gelebt. Denn das jeweilige Material ist nur einmal vorhanden. Da heißt es schon mal sich abzusprechen, abzuwarten, zu planen, wann, wo, wie lange und mit wem ich mit diesem Material arbeiten kann. Ganz wichtig dabei ist auch die Selbstkontrolle durch das Material. Denn wenn ein Fehler auftritt hat das Kind die Möglichkeit diesen selbst auszubessern und hat somit einen nachhaltigeren Lerneffekt, als wie wenn ein/e Leher/in den Fehler mit „Rotstift“ korrigieren würde.

Vortrag und Diskussion mit Claus-Dieter-Kaul

clausdieter

Am Montag, den 22. Februar 2016 ist Claus-Dieter-Kaul zu Gast im Montessori-Kinderhaus-Inntal in Brannenburg (Bayern). Er ist ein bezaubernder Pädagoge, der die Philosophie von Maria Montessori wie kein anderer verkörpert. Sein Wissen über die Entwicklung und das Lernen von Kindern sind sowohl einzigartig als auch atemberaubend. In ihm blüht die Pädagogik so richtig auf. Er weis, was Kinder brauchen, damit sie natürlich und nach ihrem eigen Entwicklungsplan ihre Persönlichkeit zur Entfaltung bringen können. Wer in den Genuss kommen möchte ihn zu erleben, hat am 22.02.2016 um 19:30 Uhr die Möglichkeit dies zu tun. Für jeden, der sich für die Arbeit mit Kindern, die Vorbereitete Umgebung, den inneren Entwicklungsplan, das Lernen von Kindern und die Neugierde sowie deren Begeisterung interessiert für den ist die Veranstaltung „Die Bedeutung der Montessori-Pädagogik im 21. Jahrhundert für das Kinderhaus“ genau das Richtige. Kommt einfach hin, lasst euch inspirieren, nützt den Raum für Fragen und nehmt euch die neuen Erkenntnisse zu Herzen.

Eine inspirierendes Video über Claus-Dieter-Kaul finden Sie hier.

Lernort: Erdkinder-Projekt Eberharting (Bayern)

Erdkinderprojekt Eberharting
Bildnachweis: http://www.erdkinder.de

Ganz klar ein Lernort, der zum „Tun“ aufruft. Schon einfach nur die Seite aufrufen, hineinlesen und sich an den Bildern erfreuen reichen für genug Inspiration, den eigenen Lernort etwas aufzufrischen. Wer noch weitergehen möchte, könnte diesem Lernort sogar einen Besuch abstatten. Weit wäre es ja nicht.

Als Lernkulturen 3.0 stoßen wir mit diesem Lernort auf eine Goldgrube an wohltuenden Bedingungen und Umsetzungen für das gemeinschaftliche Lernen von Kindern und Erwachsenen. Seht und spürt mit euren eigenen Sinnen, was solche Lernorte für uns alle bedeuten…und wie sie sich von den herkömmlichen Schulen unterscheiden.

 

Das Kind verstehen

Kind

Das Hauptziel jeder Erziehung muss sein, dem Menschen zu einem besseren Selbstverständnis zu verhelfen und ihm Wege zum inneren Wachstum und zur Verwirklichung seiner Möglichkeiten aufzuzeigen, und zwar zu seinem eigenen Nutzen wie auch zu dem seiner Mitmenschen. In diesem Zusammenhang sind folgende grundsätzlichen Punkte wichtig:

  • Jeder Mensch kommt mit einem inneren Potential zur Welt.
  • Jeder Mensch verfügt über großartige Mechanismen der Selbstregulierung, deren Arbeit wir oft verhindern, indem wir unnötig in grundlegende Prozesse eingreifen.
  • Jeder Mensch, der mit Kindern zu tun hat, ist wichtig und kann als „Erzieher“ tätig werden, da er – das nötige Wissen vorausgesetzt – die Entwicklung des Kindes zu fördern vermag.
  • Die Phase von 0-3 Jahren ist diejenige, in der Körper und Geist zu einer harmonischen Balance finden müssen, da das gesamte spätere Leben von dieser ersten Entwicklungsphase abhängt.

„Der fundamentale Grundsatz für den Erzieher besteht demnach darin, nicht zum Hindernis für die Entwicklung des Kindes zu werden.“