Archiv der Kategorie: Zum Tun

Hier zeigen wir dir, was du tun kannst, in kleinen Schrittten, direkt vor Ort.

Lernwerkstatt im Wasserschloss

Am 27. Mai 2017 lud die Lernwerkstatt im Wasserschloss in Pottenbrunn (Niederösterreich) zum diesjährigen Sommerfest ein. Auch wir von den Lernkulturen 3.0 waren da und haben uns von diesem einzigartigen Lernort inspirieren lassen. Wie bereits im Jahre 2015, wo war ebenso zu Gast waren, war der Besuch ein tolles Erlebnis. Wenn ihr die Erlebnisse von 2015 nochmal lesen möchtet, dann klickt einfach hier.

Gespräch mit zwei Mädchen aus der Lernwerkstatt

Dieses Jahr fand auch ein Gespräch zwischen ehemaligen Kinder der Lernwerkstatt und den Lernkulturen 3.0 statt. Die beiden Mädchen erzählten uns, wie ihre Zeit in der Lernwerkstatt verlaufen war. Sie konnten ihre Potentiale voll zur Entfaltung bringen, da es ihnen ermöglicht wurde, nach ihrem eigenen inneren Entwicklungsplan zu lernen. Sie konnten durch die Vorbereitete Umgebung experimentieren, forschen und eigene Erfahrungen machen. Lesen, Schreiben und Rechnen wurde dann erlernt, wann es für sie sinnvoll erschien. Somit blieb auch alles für ihr Leben wichtige in ihren Köpfen hängen. Sie lernten für sich selbst und mussten nicht einen vorgegebenen Stoff auswendig lernen, den sie nach einer Prüfung wieder vergessen würden. Die beiden Mädchen erlebten glückliche Jahre in der Lernwerkstatt. Ihre Freude am Lernen blieb erhalten und beide wechselten nach der Lernwerkstatt in weiterführende Schulen, in denen sie ohne Probleme lernen und leben können.

Für die Lernkulturen 3.0 war es ein tolle Erfahrungen Kinder kennen lernen zu dürfen, die sich nach ihrem eigenen inneren Entwicklungsplan entfalten dürfen. Diese Kinder sind strahlend vor Glück und zeigen uns wie schön und spannend Lernen sein kann. Ohne Stundenplan, ohne Noten, ohne Prüfungen, ohne Fächereinteilung, ohne hierarchische Strukturen, ohne Druck und ohne Stress……..

Um sich auch ein Bild von der Lernwerkstatt im Wasserschloss zu machen könnt ihr euch dieses Video ansehen:

Bilder sagen mehr als 1000 Worte

Damit ihr einen guten Einblick in diesen Lernort und eine Vorstellung von einer Vorbereiteten Umgebung und den anderen Elementen bekommt haben wir von den Lernkulturen 3.0 eine Fotogalerie erstellt. Lasst euch inspirieren von diesem Lernort und genießt die Bilder.

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André Stern – in Innsbruck: Begeistert lernen ohne Schule

André Stern

Begeistert lernen ohne Schule,
Potentiale ungehindert entfalten.

Nicht gegen Schule, sondern FÜR einen Lernort, der neu in den Kategorien „Potentiale“, „ohne Noten“, „Lernbegleitung“, „Freude am Lernen“ uvm. denkt. Davon wird André Stern in seinem Vortrag in Innsbruck sprechen. Kommet zahlreich!

Weitere Infos auf der Homepage des Tiroler Bildungsservice.

Schule-im-Aufbruch-Tag in Graz 2017

Am 22. April 2017 fand in Graz ein Schule-im-Aufbruch-Tag statt. Auch wir von den Lernkulturen 3.0 waren da und möchten euch die neuesten Informationen mitteilen.

Vorstellung der Bildungsregion Buckelige Welt

In der Buckeligen Welt haben sich viele Schule vernetzt. Ein daraus entstandenes Projekt ist Bildung wächst“. In diesem Rahmen tauschen sich SchülerInnen gegenseitig aus. Sie besuchen sich gegenseitig in den Schulen, hospitieren dort und erzählen die Eindrücke in der eigenen Schule. Somit können Kinder aktiv an der Gestaltung des eigenen Schulkonzeptes mitwirken

Gemeinde Feldbach

In der Gemeinde Feldbach unterstützen der Bürgermeister sowie auch die Gemeinderäte die Bewegung von Schule im Aufbruch. Es werden Vorträge von Hirnforschers und weitern Experten organisiert. Die Schule der Zukunft soll durch Filmabende unterstützt werden. Folgende Fragen sind für die Gemeinde von großer Bedeutung:

Was brauchen Kinder?

Was braucht das 21. Jahrhundert?

 Auch der Umbau der Schule mit einer neuen Lernkultur wird forciert.

 Menschen aus allen Lebensbereichen waren da

An diesem Tag waren sehr viele interessierte Menschen da. Ob Pädagogen (Kindergarten, Volksschule, NMS, Oberstufen, HTL, usw….), Politiker (Bürgermeister, Gemeinderäte, usw…), Behörden, StudentInnen, Kinder oder andere engagierte Leute. Die Veränderung zu einer Lernkultur der Potentialentfaltung war eindeutig zu spüren.

Der Landesschulinspektor der Steiermark

Der LSI versteht sich als „Ermöglicher“ und setzt sich für die Bewegung „Schule-im-Aufbruch“ ein. Er ermöglicht Hospitationen im In- und Ausland. Er möchte, dass die Kinder ernst genommen werden und schafft Räume für Potentialentfaltung. Im Zuge seines Vortrages stellte er das Dialogische Lernmodell von Peter Gallin und Urs Ruf vor. Man solle auch mutig sein und sich auch auf Befremdliches einlassen, damit die Potentiale der Kinder zur Entfaltung kommen.

Vortrag von Ali Mahlodji über “Das Zeitalter der Potenzialentfaltung”

Ali Mahlodji, Flüchtling, Schulabbrecher, über 40 Jobs – von der Putzhilfe bis zum Manager bis hin zum Lehrer, Gründer und Geschäftsführer, Chief Visionary und Chief Storyteller von WHATCHADO, EU Jugendbotschafter erzählte in einem emotional berührenden Vortrag seine Lebensbeschichte. Dabei sagte er, dass es um Menschen gehe. Die Welt ändere sich ständig. Wir wissen noch gar nicht wie die Welt in den nächsten Jahren aussehen werde. Viele Berufe werden in nächster Zeit erst entstehen. Es kann und soll auch nichts für die Kinder von heute geplant werden, sondern es solle das Innere Potential, welches in jedem Kind steckt, gestärkt werden. Kinder und Jugendliche sollen Lebenserfahrungen machen. Kinder solle man dort abholen wo sie sind, ihre Sprache sprechen, ihre Welt kennen lernen und mal schauen, was sie denn überhaupt interessiert.  Die Kinder sollen echte Menschen kennen lernen und nicht Rollen. Es kommt sehr viel auf Erfahrungen an. Es soll Lernen durch Beobachtung und Inneren Antrieb passieren. Einfach ausprobieren und nicht aufgeben. Alles was Kinder machen soll für sie selbst eine Bedeutung haben und einen Sinn ergeben. Wir Erwachsenen dürfen sie nicht mit unseren Erfahrungen aus der Vergangenheit in ihrer Potentialentfaltung bremsen. Es kommt nämlich auf die innere Haltung der Menschen an.

Mehr zu Ali Mahlodji und seinen Projekten erfährt ihr in folgenden Links:

http://www.ali.do/ali/

https://www.whatchado.com/de/

https://www.whatchado.com/de/whatchaskool

 Open Space

Im Open Space wurden viele praktische Beispiele vorgestellt. Zwei davon möchten wir euch näher vorstellen:

Im Atelier-Unterricht bieten Lehrer Ateliers in den Musisch-kreativen-sportlichen Bereichen entsprechend ihrer Stärken an. Auch Kinder können so ein Atelier anbieten. Die Kinder melden sich jeweils für zwei Ateliers an (Sport, Musik, Werken, Zeichnen, Basteln, Experimentieren, Forschen, Singen, usw….) Je nach Nachfrage kann ein Atelier auch mehrmals angeboten werden. Es wird darauf geachtet, dass jedes Kind verschiedene Ateliers besuchen kann. Somit wird die Kreativität sowie die Eigenständigkeit der Kinder unterstützt.

In der Steiermark werden auch die Global Goals gelebt. Die Kinder arbeiten selbstständig an den Global Goals, kooperieren mit verschiedensten Menschen und versuchen so die Welt zu verbessern. Bei der Arbeit mit den Global Goals entstehen Projekte, Filme, Interviews, Zeitungen, Theater, PowerPoints, Bilderbücher, usw.….

Orte der Inspiration in der Steiermark:

VS Kalkleiten
VS Triester
VS St. Oswald
VS Mariagrün
VS Deutschfeistritz
VS Neudorf bei Passail
VS Falkenstein
Praxisschule KPH Graz
Landessonderschule Hirtenkloster
Sternschule
KLEX
NMS St. Marein
Musik NMS Mautern
Private NMS Dobl

Zum Ansehen und Inspirieren einfach die Links anklicken.

Macht alle mit!!!!

Wir von den Lernkulturen 3.0 würden uns wünschen, dass weitere inspirierende Lernorte dem Leitbild von Schule-im-Aufbruch folgen. Wenn ihr selbst tolle Lernorte kennt, die zu den Lernkulturen 3.0 passen, dann schreibt uns eine Nachricht und wir werden diesen Lernort ins Rampenlicht stellen.

Film „Die Zukunft ist besser als ihr Ruf“

Die Zukunft ist besser als ihr Ruf

Endlich einmal eine positive Botschaft. In einer Nachrichtenwelt, in der zu viel und zu oft mit negativen Schlagzeilen gehandelt wird, braucht es wieder umso mehr lebensbejahende Nachrichten. Denn sie sind hier, sie sind da! Wir müssen nur von ihnen berichten.

 

Ein Filmteam präsentiert mit dem Film „Die Zukunft ist besser als ihr Ruf“ genau eine dieser wichtigen, stärkenden Botschaften. Wir können besser!

Sechs Beispiele erzählen von der Möglichkeit, den Lauf der Dinge doch selbst mitzugestalten.

Auf in die Kinos, macht mit bei der Schultour, leiht euch den Film aus und zeigt ihn in euren Schulen (mit Materialien zum Download) und Gemeinden.

Das Montessori Kinderhaus Inntal – Wo Menschen vorsichtig, feinfühlig und vielfältig sind

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Wir Stefans waren dort, am Tag der offenen Tür (01.04.2017), und bekamen interessante Einblicke in das Geschehen vor Ort. Die vielen Gespräche offenbarten die Details, die Gedanken und Vorstellungen der MitarbeiterInnen über Montessori und die pädagogische Arbeit im Kinderhaus. Uns bot sich ein freundliches Ambiente, gepaart mit ansehnlicher Gebäude- und Lernarchitektur.

http://montessori-inntal.de/

 

Neu macht glücklich

Neu gebaut auf einem alten Kasernengelände, wo in Zukunft bis zu 800 neue Menschen leben werden, steht das Montessori Kinderhaus Inntal. Erst 2015 wurden hier die Türen geöffnet und seitdem lassen sich immer mehr Eltern auf die Pädagogik Montessoris im Kinderhaus ein.

Das Kinderhaus Inntal besteht aus 3 Teilen: Kinderkrippe, Kindergarten und Hort. Somit sind Kinder von 1 bis 10 Jahren willkommen. Die Betreuung wird beinahe ganzjährig garantiert (außer ca. 4 Wochen) und wird von 6:30 bis 22:00 ermöglicht. Die Ausnahme bildet das Hort, dort schließen die Türen um 17:00.
Die Betreuungsschlüssel sind sehr niedrig angesetzt. Momentan bewegen sich die Kinderkrippe bei 1:4, der Kindergarten bei 1:8. Stellt euch vor, wie individuell auf die Kinder eingegangen werden kann, sollte der Schlüssel an Volksschulen bei z.B. maximal 1:16 (das Doppelte) liegen, anstatt bei momentan bis zu 1:25.
Die moderne, pädagogisch überlegte Architektur bietet zahlreiche Ausweich- und Rückzugsmöglichkeiten. Das Mobiliar, die Materialien und die ganzheitliche Einrichtung sind sehr attraktiv, wirken sehr einladend. Viele Fenster hellen die Räumlichkeiten auf und viele Türen führen in das Freie, hinaus in den Garten.
Eine Besonderheit an dieser Schule möchten wir hervorheben: Der Malort! Eingerichtet, wie Arno Stern es sich vorstellt.

Wie die Menschen, so die Lernkultur

Alle MitarbeiterInnen zeigten sich in den Gesprächen sehr offen, sie sprachen sehr direkt und freundlich. Sie wussten um die Bedeutung Montessoris und um eine kinderfreundliche Haltung, die sich in ihrer pädagogischen Arbeit zeigt. Viele zeigten sich positiv nachdenklich, wie Lernen mit Kindern ablaufen soll – ein ständiges Lernen, auch für sie selbst, ist hier selbstverständlich.
Auch Eltern von betreuten Kindern waren anwesend. Sie müssen über das Jahr insgesamt 25 Stunden ehrenamtliche Arbeit übernehmen. Das verlangt das Konzept des Kinderhauses. Damit wird die Bindung mit den Eltern gewährleistet, denn aktive Eltern „sind die Triebfeder jeder Montessori-Einrichtung“.

Montessori sieht die Eltern als wichtigen Bestandteil in der Entwicklung der Kinder. Auch Kindergärten und Schulen herkömmlicher Systeme sollten Eltern viel mehr einbinden! (in eigener Sache)

Mehr Orte wie diese gesucht

Ob Montessori oder andere pädagogische Konzepte: Es geht immer und immer wieder um die Haltung der handelnden Personen. Arbeiten Menschen zusammen, die eine einheitliche Wertehaltung für das Lehren und Lernen mit Kindern entwickeln, dann kann sich eine wunderbare Lernkultur 3.0 entwickeln. Konkurrieren die Menschen in isolierten pädagogischen Räumen, dann wird sich nie eine gemeinsame Wertegrundhaltung entwickeln und Schule ein Ort bleiben, wo das Trennende vor das Gemeinsame gestellt wird und nur die Starken wirklich brillieren.

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