Archiv der Kategorie: Zum Denken

Diese Berichte sollen zum Denken anregen und neue Vorstellungen zum Thema „Lernorte der Gemeinschaft“ wecken

Eindrücke vom Montessori-Kurs mit Claus-Dieter Kaul

In der Lernwelt im Rubenshof fand ein Montessori Kurs mit Claus-Dieter Kaul statt.

Wir waren mit den Lernkulturen 3.0 dabei und waren äußerst begeistert.

Hier möchten wir euch die besten Eindrücke davon zeigen. Lasst euch einfach inspirieren:

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Die NMS Dr. Posch in Hall in Tirol im Webinar: Eine Selbstvorstellung

Im Webinar offenbarten 2 Schülerinnen, 2 Lehrpersonen und die Schulleiterin ihre Gedanken zum Lernsystem an der NMS Dr. Posch mit Lernbüros, Lern-Checks und individuellen Lernplänen.

Die Kernelemente sind die Lernbüros und das Coaching. Ersteres übergibt die Verantwortung des Lernens an die SchülerInnen weiter, mittels Lernplänen und Begleitung durch die Lehrpersonen. Diese Lernbüros finden an drei Tagen zu je 2x ein-einhalb Stunden (9 Stunden pro Woche) statt. Während des Coachings werden allgemein und spezifisch Fragen der Schülerinnen beantwortet, in inhaltlichen wie auch sozialen Bereichen.

Auf die Frage hin, ob es gebundene Stunden benötige, kam die Antwort: „Viele meinen, die gebundenen Stunden wären dazu da, Stoff zu machen bzw. nachzuholen. Dabei reicht es vollkommen aus, in dieser Zeit über die Lernfortschritte zu sprechen, den Ist-Stand durch Lern-Checks zu klären, Fragen zu beantworten, Ergebnisse vorzustellen und vielleicht das eine oder andere im Plenum zu vertiefen. Neuer Stoff kommt dabei kaum vor.

Rechtlich gesehen ist bereits Vieles möglich. Man muss es nur umsetzen wollen. Wichtig ist es, die Eltern in den Prozess einzubinden und von Anfang an intensiv aufzuklären. Wird die Angst vor Veränderung genommen, können tolle Ideen entstehen.

Die Entstehungsgeschichte der Lernbüros an der NMS kurz zusammengefasst: Einfach mal anfangen, in anderen Schulen hospitieren, andere Lehrpersonen zur Mitgestaltung einladen, konsequente Begeisterung der Schulleiterin, Rückschlage ertragen und weitermachen, Skeptiker sind notwendig und helfen bei der Entwicklung, bei zu großen Widerständen sollte man auf die Bremse steigen, beobachten und einen besseren Weg einschlagen.

Visionen für die Zukunft sind bei jedem in aller Vielfalt vorhanden. Es gibt jene, die wollen noch viel mehr machen, andere, die das Bisherige festigen wollen und weitere, die sich das nächste große Projekt ausdenken. Zusammen sind sie die NMS Dr. Posch.

Homepage der NMS Dr. Posch: https://www.nms-drposch.tsn.at/

Film über die NMS Dr. Posch (von vor 2 Jahren): https://www.schule-im-aufbruch.at/kino-filme-von-schulen/

Webinar-Aufzeichnung: Coming soon

Pädagogische Raumkultur – Wie neue Schule entstehen (sollten)

Volksschule Kappl
Volksschule Kappl ©Albert Spiss

Nicht einfach nur bauen, sondern jahrelange Vorarbeiten führen zu perfekt gestalteten Räumlichkeiten für eine neue Schule. Wie sie auch die Volksschule Kappl seit 2017 sein darf.
Standortsuche, Schulbesichtigungen im In- und Ausland, zahlreiche Workshops, die Ausarbeitung eines neuen pädagogischen Konzepts, u.v.m waren notwendig, damit die neue Schule den Bedürfnissen ALLER entspricht. Die Bilder sprechen für sich: Bilder der neuen Volksschule

In folgendem Webinar könnt ihr hören und sehen, worauf es bei der Gestaltung ankommt und wie man auch an einer bestehenden Schule mit wenig Aufwand besondere Ecken entstehen lassen kann. Hier geht’s zum Webinar

Bildungstag in der Schweiz

Wir von den Lernkulturen 3.0 sind am 07. April 2018 in die Schweiz nach St. Gallen gefahren und haben dort am Bildungstag „Mutig Neue Wege Gehen“ teilgenommen. Um euch einen Einblick zu verschaffen, fassen wir kurz diesen Tag zusammen.

Der Initiator und Organisator Philipp Hostettler gab zum Beginn einen Überblick über den Tagesablauf und erklärte durch seine Erfahrungen, wie Bildung gelingen kann.

„Denn Bildung beginnt dort, wo Beschulung aufhört“.

Für eine gelingende Entwicklung eines Kindes ist eine Umgebung erforderlich, in der es keine Klassen, keine Noten, keine Hausübungen, keine Anweisungen sowie keine Stundenpläne gibt, die das Kind in seiner natürlichen Entwicklung hindern.

Wie dies in der Praxis umgesetzt wird, zeigen zahlreiche tolle Lernorte in der Schweiz.

An diesem Tag wurden die Konzepte der folgenden Lernorte von jeweiligen Projektleiterinnen in einer Präsentation vorgestellt:

Ebenso war ein großes Thema das Freie Lernen, wo Kinder zu Hause nach ihrem eigenen Entwicklungstempo lernen können.

Dieses Projekt wurde von Jacqueline Bruckmüller, eine Mutter einer 9-jährigen Freilerner-Tochter, in einem Vortrag vorgestellt.

Nach der Möglichkeit sich spontane Projektvorstellungen anzuhören, kam der Höhepunkt des Tages:

8 junge Erwachsene, die einen freien Bildungsweg erleben durften, standen auf der Bühne und erzählten von ihren Erfahrungen und ihren Erlebnissen.

Es war einfach einzigartig diese jungen Erwachsenen zu erleben und um zu sehen, wie sich Menschen ohne Beschulung entwickeln. Diese Kinder, welche so aufgewachsen sind, verfügen über eine ausgereifte Persönlichkeit,  übertragende Sozialkompetenz sowie über großartiges Wissen über die Welt. Die Kinder sind somit perfekt  fürs Leben vorbereitet.

Wir von den Lernkulturen 3.0 sehen in unserer Praxis die Unterschiede zwischen Kinder, die beschult werden und Kindern, die eine freie Bildung erleben. Der Unterschied ist sehr, sehr groß.
Kinder, die eine freie Bildung erhalten sind viel offener, interessierte, motivierter, ideenreicher, usw…, als wie Kinder, die beschult werden. Außerdem spürt man bei den Freilernern, wie viel Freude das Lernen und Entdecken der Welt macht.

Es gibt in der Schweiz zahlreiche Lernorte, die Kindern eine Möglichkeit der Potentialentfaltung geben, wo sich Kinder nach ihrem eigenen inneren Entwicklungsplan entfalten und die Kindern die Welt mit ihren eigenen Erfahrungen erschließen können.

Neben den bereits oben genannten Lernorten, möchten wir euch noch weitere Lernorte vorstellen, die in der Schweiz den Kindern eine Umgebung geben, in der sie sich entfalten können:

Ein Projekt, das sich hingegen noch in Planung befindet, ist Läbe Lärne Lache.

Schaut euch die einzelnen Lernorte an und lasst euch inspirieren, Kindern einen Ort zu geben, wo sie eine glückliche Kindheit verbringen können.