Das Montessori Kinderhaus Inntal – Wo Menschen vorsichtig, feinfühlig und vielfältig sind

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Wir Stefans waren dort, am Tag der offenen Tür (01.04.2017), und bekamen interessante Einblicke in das Geschehen vor Ort. Die vielen Gespräche offenbarten die Details, die Gedanken und Vorstellungen der MitarbeiterInnen über Montessori und die pädagogische Arbeit im Kinderhaus. Uns bot sich ein freundliches Ambiente, gepaart mit ansehnlicher Gebäude- und Lernarchitektur.

http://montessori-inntal.de/

 

Neu macht glücklich

Neu gebaut auf einem alten Kasernengelände, wo in Zukunft bis zu 800 neue Menschen leben werden, steht das Montessori Kinderhaus Inntal. Erst 2015 wurden hier die Türen geöffnet und seitdem lassen sich immer mehr Eltern auf die Pädagogik Montessoris im Kinderhaus ein.

Das Kinderhaus Inntal besteht aus 3 Teilen: Kinderkrippe, Kindergarten und Hort. Somit sind Kinder von 1 bis 10 Jahren willkommen. Die Betreuung wird beinahe ganzjährig garantiert (außer ca. 4 Wochen) und wird von 6:30 bis 22:00 ermöglicht. Die Ausnahme bildet das Hort, dort schließen die Türen um 17:00.
Die Betreuungsschlüssel sind sehr niedrig angesetzt. Momentan bewegen sich die Kinderkrippe bei 1:4, der Kindergarten bei 1:8. Stellt euch vor, wie individuell auf die Kinder eingegangen werden kann, sollte der Schlüssel an Volksschulen bei z.B. maximal 1:16 (das Doppelte) liegen, anstatt bei momentan bis zu 1:25.
Die moderne, pädagogisch überlegte Architektur bietet zahlreiche Ausweich- und Rückzugsmöglichkeiten. Das Mobiliar, die Materialien und die ganzheitliche Einrichtung sind sehr attraktiv, wirken sehr einladend. Viele Fenster hellen die Räumlichkeiten auf und viele Türen führen in das Freie, hinaus in den Garten.
Eine Besonderheit an dieser Schule möchten wir hervorheben: Der Malort! Eingerichtet, wie Arno Stern es sich vorstellt.

Wie die Menschen, so die Lernkultur

Alle MitarbeiterInnen zeigten sich in den Gesprächen sehr offen, sie sprachen sehr direkt und freundlich. Sie wussten um die Bedeutung Montessoris und um eine kinderfreundliche Haltung, die sich in ihrer pädagogischen Arbeit zeigt. Viele zeigten sich positiv nachdenklich, wie Lernen mit Kindern ablaufen soll – ein ständiges Lernen, auch für sie selbst, ist hier selbstverständlich.
Auch Eltern von betreuten Kindern waren anwesend. Sie müssen über das Jahr insgesamt 25 Stunden ehrenamtliche Arbeit übernehmen. Das verlangt das Konzept des Kinderhauses. Damit wird die Bindung mit den Eltern gewährleistet, denn aktive Eltern „sind die Triebfeder jeder Montessori-Einrichtung“.

Montessori sieht die Eltern als wichtigen Bestandteil in der Entwicklung der Kinder. Auch Kindergärten und Schulen herkömmlicher Systeme sollten Eltern viel mehr einbinden! (in eigener Sache)

Mehr Orte wie diese gesucht

Ob Montessori oder andere pädagogische Konzepte: Es geht immer und immer wieder um die Haltung der handelnden Personen. Arbeiten Menschen zusammen, die eine einheitliche Wertehaltung für das Lehren und Lernen mit Kindern entwickeln, dann kann sich eine wunderbare Lernkultur 3.0 entwickeln. Konkurrieren die Menschen in isolierten pädagogischen Räumen, dann wird sich nie eine gemeinsame Wertegrundhaltung entwickeln und Schule ein Ort bleiben, wo das Trennende vor das Gemeinsame gestellt wird und nur die Starken wirklich brillieren.

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